zu neuen ufern.

w@nder.
Februar 18, 2017
gutes schenken.
März 19, 2017

Wir sitzen im gemütlichen Café um die Ecke. Rebecca John Klug erzählt mir von ihrem Traum, Kirchesein ganz neu zu entdecken. Im raumschiff.ruhr will sie sich mit jungen Erwachsenen auf den Weg machen und Neues wagen.

Ich bin tief beeindruckt. Von ihrer Energie, von ihrem Mut. Und auch ein wenig verunsichert. Komplettes Neuland betreten? Für mich, die gerne Plan B, C und D in der Tasche hat, eigentlich undenkbar. Und doch fasziniert mich die Vorstellung. Nicht nur von kirchlicher Veränderung zu sprechen, sondern sie zu erleben. Sie selbst mit zu gestalten.

Und hier bin ich nun! Mein Name ist Monique. Ich bin 28 Jahre alt und studiere an der evangelischen Hochschule Bochum Gemeindepädagogik. Das ist schon mein zweites Studium. Nach Abitur und FSJ studierte ich erst einmal Theologie und Deutsch auf Lehramt. Da mir der Input nach meinem Master noch nicht reichte, begann ich das Zweitstudium der Gemeindepädagogik.

In meiner Zeit lese ich wirklich gerne und denke über Dinge nach. Trotzdem brauchte ich auch immer einen praktischen Ausgleich. Eine Aufgabe zum Anpacken. Die fand ich in meinen studentischen Nebenjobs. Ich brachte Bier und Bratwurst im Stadion unter die Fans, versorgte übermüdete Kongressteilnehmer mit literweise Kaffee und schmiss bei jungen Familien den Haushalt. Heute finde ich das Gefühl, etwas geschafft zu haben, in der Gartenarbeit. Pflanzen beim Wachsen zuzusehen lässt mich immer wieder staunend innehalten. In unserem Gemeinschaftsgarten nutze ich daher jede freie Sonnenstunde, um mit anderen draußen zu buddeln, zu säen und zu ernten.

Obwohl ich am Liebsten im Voraus weiß, was mich erwartet, ereignet sich in meinem Leben gerade viel Neues. Erst im November habe ich geheiratet. Anfang Dezember kam unser Sohn Magnus zur Welt. Diese Veränderungen haben mein Leben komplett umgekrempelt. Und jeden Morgen erlebe ich: Es ist gut so. Es ist ein Geschenk, jeden Tag mit Neugier aufwachen zu dürfen und nicht zu wissen, was heute geschehen wird. Minutengetaktete Pläne kann ich getrost über Bord werfen.

Ich spüre, dass mir das gut tut. Nicht immer die Kontrolle behalten zu wollen. Mich Neuem zu öffnen. Jede Situation so zu nehmen, wie sie gerade kommt. Dies alles lässt mich gelassener werden. Für die Entwicklung bin ich immer wieder aufs Neue dankbar. Ich hoffe, dass mich auch die Zeit im raumschiff darin weiter bestärkt und bin gespannt, was mich an Bord alles erwarten wird…

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