Übergänge & (Um-)Brüche

Danke und Adieu
September 1, 2020

graffitifüße der friedensboten

Übergänge & (Um-)Brüche

Sie war ein Geschenk. Hanna, ganz unverhofft kam sie für ihren Probedienst zum raumschiff. Zu diesem Zeitpunkt (Sommer 2018) war ich noch Visionautin im raumschiff. Kurz darauf durfte ich mich auch beruflich im raumschiff engagieren. Mit Hanna zusammen arbeiten, spinnen, aushalten und erproben. 

Schon zu Beginn des Jahres wussten wir, dass die gemeinsame Zeit im raumschiff enden würde. Das der Übergang von der Teamleitung zur alleinigen Leitung geradezu ein (Um-)Bruch werden würde, war allerdings alles andere als absehbar. 
Zwei Wochen vor Hanna’s Abschied hatte ich einen Fahrradunfall. Mit ordentlichen Schürfwunden, einem Bruch, Bänderriss und viel Glück. Der Bruch und der Riss waren spürbar. Für mich und das raumschiff. 

Denn mitten in der Frage danach wie wir während dieser Pandemie Raum für junge Erwachsene eröffnen können, wo doch unser Raum im raumschiff zu klein ist, um sich mit mehr als 5 Personen zu treffen, kam jetzt die Frage, kann dieser Übergang gestaltet werden?

Die Antwort war: Ja und Nein.

Es wurde gestaltet. Dank der ehrenamtlich Tätigen konnte #orbit weiterhin 14-tägig in der Marktkirche stattfinden (mal abgesehen von der Renovierungspause). Und ich durfte mich ganz dem Heilen hingeben. Es ist ein Privileg, trotz der Ungewissheit, wie das raumschiff während dieser Pandemie Raum eröffnen kann, Raum für das eigene Heil werden geschenkt zu bekommen. Es gab ein Mindestmaß an Kontakt zwischen den ehrenamtlich Tätigen und mir. „Kirsten, tu was dir gut tut.“ „Nimm dir die Zeit, die du brauchst“, wurde mir immer wieder zugesprochen.

Und ich brauchte einiges an Zeit, um (im wahrsten Sinne des Wortes) wieder auf die Beine zu kommen und Dinge in die Hand nehmen zu können. Nochmal – Es ist ein Privileg diesen Raum und die Zeit geschenkt zu bekommen. Zuspruch zu erhalten. Mitten in dieser verrückten Zeit.

Es war ein Bruch. 

Auf einmal gab es nur noch Autorespond vom raumschiff, Termine mussten abgesagt werden und niemand konnte abschätzen, wie lange dieser Zustand wohl anhalten würde. Weder die Website noch die Social Media Kanäle wurden bespielt. Es herrschte Stille. 

Jetzt bin ich wieder da. 
Und es wird sortiert. Aufgearbeitet. Gespannt in die Zukunft geschaut.

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